31.07.2008 // Oberhausen - Druckluft

Es fährt die Kapelle auf die Schnelle - versucht gar zu brausen - nach Oberhausen...
Generalprobe am Morgen vertrieb kurz die Sorgen, doch Stau und Hitze waren nicht so spitze...  So...genug der Reimerei!
Erstmal den wohlgenährten Bulli-Opa anschieben und in Fahrt bringen... Zumindest bis zur nächsten Tanke: Wasser, Brot, Eis, Eiswürfel, Bockwurst und noch mehr Eis für die transpirierenden, Kollaps-gefährdeten Busbewohner kaufen... àGenuss!
Die Hälfte pennt, die andere Hälfte verflucht die hamburger Baustellen, bis Torsten Frings elegant und spritzig wie zu EM-Zeiten an uns in seinem Opel-irgendwas vorbei jagt. Jan wirft alle Zündies in unsere alte Dampflokomotive, um wenigstens mal ganz bescheuert dank Sonnenstich im Vorbeifahren zu winken und sich einmal im Leben zu fühlen wie ein Spanier am letzten Sonntag im diesjährigen Juni... auf  Illustrationen über den qualmenden Motor, und die schleunigst verschwindende Heck-Klappe sämtlicher Fahrzeuge verzichten wir an dieser Stelle. – Man gewöhnt sich an dieses Gefühl, mit dieser übergewichtigen Gurke immer der Langsamere zu sein und holt den Speed und die atemberaubende Schnelligkeit abends dann im Timing der Songs wieder rein...
Egal. Frings war weg, die Hitze noch da, die Zeit rannte und unser Marathon dauerte sechs volle Stunden. Fast nur eine knappe und gar nicht mal annähernd so lange halbe Stunde zu spät kamen wir dann im Druckluft an. Schon erstaunlich, was man so alles auf sich nimmt, um ein kleines Konzert am westlichen Ende der Republik zu geben... aber wir mussten ja unbedingt neue Songs züchten, die eine Generalprobe vor dem kommenden Koblenz-Konzert brauchen und sowieso hat man im Urlaub viel zu wenig Musik gemacht. :-) Eine gemütliche kleine Kommune mit freilaufenden Hunden... und Vegetariern, mit Wagenburgen und einem köstlichen Grünkern-Essen und Bionade... Walli auf Oberhausisch – nur mehr bunte Lampionketten – eine sehr entspannte Atmosphäre – so auch unser Soundcheck! Jeder ein Handtuch, zwei Bier, noch drei Minuten bis zum Auftritt, vier mal Heftig, fünf Gäste und gefühlte 46° C im Kühlschrank!! Nu aber los! Guter Sound und 45 Minuten Musik – knackig und frisch wie sonst eigentlich nichts an diesem heißen Tag. Die Leute freut’s und sie vermehren sich. Anschließend wischen wir uns von der Bühne und schleppen uns mit letzter Kraft an den Tresen und schauen uns „Kind im Magen?“ an. Schönes Konzert, schöner Abend, schöne Frauen und eine schön lange Heimfahrt. Tschüss und gute Nacht!! :-)

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